Ich erinnere mich kaum an die letzten Tage die ich im Norden von Thailand in 1993 verbrachte. .
Nachdem ich Chiang Mai verlassen hatte, war ich immernoch in einem ärmlichen Zustand. Ich fühlte mich nicht in der Lage für eine längere Zeit zu reisen und wollte erstmal nur heraus aus Chiang Mai. Dies Kapitel war abgeschlossen. Die nächstgelegene Stadt südlich von Chiang Mai ist Lampang. Dorthin führte mein Weg. Ich hatte ein paar Erwartungen an die Stadt, eine Thai Wild West Stadt sollte es sein. Ich hatte gehofft Thai Cowboys auf ihren Pferden durch die Stadt reiten zu sehen. Das war dann aber doch meine falsche Vorstellung. Es gab keine Bars, nur ein paar Restaurants und einen Go-Go Club der aber geschlossen war. So, nichts mit Unterhaltungswert. Es gab auch keine zentral gelegenen Gästehäuser, aber ein paar preiswerte Hotels direkt am Busbahnhof. Das beste an diesem Ort waren die klassischen geschmückten Pferdekutschen welche Touristen in der Stadt herumfuhren. Ich mietete ein Motorrad und fuhr in der Stadt herum. Aber auch etwas ausserhalb konnte ich nichts richtig attraktives finden. Vielleicht war ich schon zu lange im Norden. Nach Chiang Mai konnte mir nichts mehr einen Kick geben. Vielleicht war ich auch nur müde nach all den Erfahrungen in der Hauptstadt des Norden. Dieser Teil meiner Reise war wohl schon abgeschlossen.
An dieser Stelle will ich mal wieder etwas über das Essen schreiben. In Lampang hatte ich nicht die grosse Auswahl wie in Chiang Mai. Da gab es kaum westliches Essen und somit blieb mir nichts anderes übrig als mich am lokalen Thai Essen zu orientieren. Somit wurde diese Stadt eigentlich mein Eintritt in die kulinarische Region von Thailand. Ich lächle immernoch milde wenn ich daran denke wie naiv ich war. Ich folgte damals noch ein wenig den Reiseführern aber auch heute noch glaube ich, dass ein Ratschlag darin ganz gut war. Gehen Sie in die Restaurants wo Sie eine Menge Einheimische essen sehen. In Chiang Mai hatte ich die meiste Zeit mit meinen Freunden gegessen, wenn es Thai Essen war. Andererseits hatte ich die meiste Zeit in Chaing Mai europäisches Essen. Heute weiss ich dass ich damit eine Menge Zeit vergeudete. Ich rechne die Thai Cuisine zu den besten fünf in der Welt. Allerdings brauchte ich auch eine Weile um richtig in diese tolle Esskultur zu kommen. Soweit meine bisherige meist faszinierende Begegnung mit Essen in Chiang Mai war die Chinesische Ganja Suppe. Nun, nicht dass das Gras irgendeine Bewusstseinsveränderung verursachte aber es war wirklich lecker. Ich ass es ein paar Mal. Eigentlich Gras oder in diesem Fall authentisches Ganja ist ein Gewürz in der thailändischen Küche. Es wird traditionell als Heilmittel genutzt und ich glaube es hat erst durch Einfluss von amerikanischen Soldaten während des Vietnam Krieges eine Position als Droge bekam. Es war in 1993 immernoch toleriert in Thailand, aber als Gewürz und Heilmittel, keinesfalls als Droge. In diesem Zusammenhang war es für mich sehr lange Zeit obskur dass die Wissenschaft die heilenden Funktionen der Pflanze übersah. Erst verglichenermaassen kürzlich hat man ja im Westen angefangen es als Heilmittel einzusetzen. Die Funktionen und Einsatzmöglichkeiten sind jedoch immer noch zu sehr diskutiert anstelle es gänzlich zu akzeptieren. In Chiang Mai, die Ganja Suppe galt als kräftigend und gutes Präventivmittel gegen Erkältungen und Asthma. Ja, so wie Peter Tosh singt 'the only cure for asthma'. Da waren sehr viele Gerüchte dass es sehr teuer werden konnte mit dem Gewürz erwischt zu werden. In 1993 war das selten der Fall. Vielleicht wurden mal ein paar dumme Backpacker am Strand erwischt als si einen Joint rauchten. Der Polizist bluffte und bekam dann Geld. Aber das waren Einzelfälle. Generelle Regel im Leben - sei kein Idiot!
Aber zurück zu meinem richtigen Eintritt in die kuliarische Seite von Thailand in Lampang. Das Restaurant welches ich wählte sah nett aus. Obwohl es nicht viele Kunden hatte, zog mich sein Design an. Das Menu war in Thai. An vielen Orten des Landes ist kein englisches Menu vorhanden. Deshalb fragte mich ein anderer Kunde was ich essen wollte. Mir war der Sinn nach Fisch. Wie ich hörte war Fisch in Thailand sehr schmackhaft. Es gibt da durchaus Restaurants wo man seinen eigenen Fisch selber aus dem Wasser nehmen muss. Diese Restaurants sind teuer. Andererseits ist Fisch viel preiswerter als in Deutschland. Nun hatte ich aber keine Idee wie Thais ihr Essen bestellen. Deshalb wollte ich nur einen Fisch. Dieser war nicht der preiswerteste aber noch in meinem Budget. Ich bekam einen sehr schmackhaften Fisch, aber dann sah ich meinen Fehler. Ich hatte erwartet zu diesem Fisch noch ein paar Beilagen zu bekommen und hatte keinen extra Reis bestellt. In Thailand, was immer Sie bestellen, kriegen Sie wirklich nur was Sie dem Kellner mitteilen! Sie werden keinen extra Salat , keine Kartoffeln und auch keinen Reis bekommen wenn Sie das nicht extra sagen. Nun ja, ich hätte auch mal zuhören können. Ich hätte einfach zustimmen sollen als ich nach extra Reis gefragt wurde. Ich hatte nicht begriffen dass extra Reis nicht meinte, ich würde den Fisch mit Reis und dann nochmal Reis bekommen. Es bedeutete einfach Reis und dann noch Fisch zu bekommen. Der Reis wird in Thailand noch nicht einmal wie in Deutschland als Beilage betrachtet. Was ist eigentlich dann in Thailand eine Beilage? Der Fisch! Reis ist der wichtigste Bestandteil eines jeden Thai Mahls. Okay, ich habe die Lektion verstanden. Es ist nie wieder passiert dass ich das übersehen habe. Somit zuerst an den Reis denken und dann den Fisch, Fleisch oder Gemüse bestellen. Wie auch immer, der Fisch war fantastisch und nach ein paar Jahren habe ich dann sogar herausgefunden dass ich eigentlich nicht Thai sondern Isaan gegessen habe.
Aber zurück zu meinem richtigen Eintritt in die kuliarische Seite von Thailand in Lampang. Das Restaurant welches ich wählte sah nett aus. Obwohl es nicht viele Kunden hatte, zog mich sein Design an. Das Menu war in Thai. An vielen Orten des Landes ist kein englisches Menu vorhanden. Deshalb fragte mich ein anderer Kunde was ich essen wollte. Mir war der Sinn nach Fisch. Wie ich hörte war Fisch in Thailand sehr schmackhaft. Es gibt da durchaus Restaurants wo man seinen eigenen Fisch selber aus dem Wasser nehmen muss. Diese Restaurants sind teuer. Andererseits ist Fisch viel preiswerter als in Deutschland. Nun hatte ich aber keine Idee wie Thais ihr Essen bestellen. Deshalb wollte ich nur einen Fisch. Dieser war nicht der preiswerteste aber noch in meinem Budget. Ich bekam einen sehr schmackhaften Fisch, aber dann sah ich meinen Fehler. Ich hatte erwartet zu diesem Fisch noch ein paar Beilagen zu bekommen und hatte keinen extra Reis bestellt. In Thailand, was immer Sie bestellen, kriegen Sie wirklich nur was Sie dem Kellner mitteilen! Sie werden keinen extra Salat , keine Kartoffeln und auch keinen Reis bekommen wenn Sie das nicht extra sagen. Nun ja, ich hätte auch mal zuhören können. Ich hätte einfach zustimmen sollen als ich nach extra Reis gefragt wurde. Ich hatte nicht begriffen dass extra Reis nicht meinte, ich würde den Fisch mit Reis und dann nochmal Reis bekommen. Es bedeutete einfach Reis und dann noch Fisch zu bekommen. Der Reis wird in Thailand noch nicht einmal wie in Deutschland als Beilage betrachtet. Was ist eigentlich dann in Thailand eine Beilage? Der Fisch! Reis ist der wichtigste Bestandteil eines jeden Thai Mahls. Okay, ich habe die Lektion verstanden. Es ist nie wieder passiert dass ich das übersehen habe. Somit zuerst an den Reis denken und dann den Fisch, Fleisch oder Gemüse bestellen. Wie auch immer, der Fisch war fantastisch und nach ein paar Jahren habe ich dann sogar herausgefunden dass ich eigentlich nicht Thai sondern Isaan gegessen habe.
Am nächsten Morgen bin ich dann zum ersten Mal mit einem Aircondition Bus gefahren. Ich hatte am Tag vorher gebucht und mein nächstes Ziel war Sukhothai. Ein weiterer Eindruck an den ich mich erst langsam gewöhnen konnte war dass Thais ihre Klimaamlage lieben! Der Bus verwandelte sich in einen fahrenden Kühlschrank! Die einzige Person die darauf nicht vorbereitet war, natürlich ich. Nun, ich war auch der einzige ausländische Fahrgast. Zum Glück hatte ich in Chiang Mai eine dickere Hilltribe Jacke gakauft. Meine Taschen waren in der Gepäckablage im hinteren Kompartment des Bus eingeschlossen. Ich war die ganze Busfahrt am frieren. Dies waren dann vier Stunden im kalten Bus nur unterbrochen von einem kleinen Stop. Nächste Lektion verstanden, reise niemals in leichter Kleidung und hab wenigstens eine Jacke oder eine Decke griffbereit. Bei der kleinen Pause von 20 Minuten brachten mich die Thais erneut zum Staunen. Die meisten hatten eine Decke im Bus um sich damit abzudecken. Als sie nun aus dem Bus traten, warfen sie sich sofort eine Jacke über um sich besser gegen die Sonne zu schützen. In Thailand ist dunkle Haut nicht populär und wird als nicht schön empfunden. Die meisten Ausländer hingegen, die ich getroffen habe, finden die dunkelsten Mädchen am schönsten. Diese schauen halt für Europäer am exostischten aus. Thais finden dafür kaum Verständnis.
Ich erreichte Sukhothai am frühen Nachmittag. Da war noch genügend Zeit etwas wählerisch bei der Unterkuftssuche zu sein. Aber ich weiss nicht was das Problem war. Ich war hier in einer Stadt, die eigentlich eine weite Auswahl haben sollte. Der Historische Park ist eines der wenigen UNESCO-Welterbe von Thailand. Es ist die Stätte eines der drei wichtigsten buddhistischen Plätze. Wie auch immer, Sukhothai hat eine überwiegende chinesische Bevölkerung, darunter schliesse ich die Thai-Chinesen ein. Diese scheinen den Dreck und die Geldgier von Thailand zu repräsentieren. Tut mir leid das so auszudrücken aber das war mein Eindruck. Das Ziel von den meisten Eigentümern von Unterkünften war wohl offensichtlich das schnelle Geld zu machen. Der Standard hier war, so gesprochen, unter aller Sau! Alle Gästehäuser und Hotels waren viel schmutziger als an allen anderen Orten des Landes. In ein paar Hotels sah es so aus als ob jemand ein Grafitti mit Scheisse an die Wand geschmiert hatte. Oder hatte er seine Hände an der Wand abgewischt? In anderen Unterkünften waren die Toiletten im Überschwemmungs Zustand. Das Wasser hatte sich über den gesamten Boden des Gästehauses verbreitet. Nun super, ist ja nicht gefährlich keine geerdete Elektrizität zu haben aber in einer Pfütze zu schwimmen. Es war entsetzlich! Na ja, der Historische Park war ja schon über 900 Jahre alt, könnte ja sein dass der Morgen nicht mehr existiert. Dann muss man halt davor noch die schnelle Kohle machen. Oder sollten die Touristen von diesen beschissenen Zuständen abgeschreckt werden hier lange zu bleiben? Nun es war klar für mich, ich würde nur eine Nacht an diesem Platz verbringen. Höchstwarscheinlich dachten die meisten Touristen oder zumindest die Backpacker ähnliches. Weiterhin hatte die Stadt eine Atititüde angenommen nur Geld zu machen und sich ansonsten um nichts zu kümmern. Was auch immer der Grund, es war keine Werbung für die Stadt. Es betraf nicht nur die Zustände in den Unterkünften, die Stadt hatte etwas typisches thailändisches verloren, Gastfreundschaft. Die Leute schienen eher verärgert zu sein dass sie arbeiten mussten als dass sie Geld machen konnten. Ich war glücklich als ich feststellte dass in meinem Bett keine Läuse waren und ich keinen Virus vom schlafen in dem Bett bekam.
Nach einer fast schlaflosen Nacht, wollte ich eine Tour durch den grossen Historischen Park auf dem Fahrrad unternehmen. Ich hatte gelesen dass dies die beste Weise wäre den Park so richtig zu erleben und tief in die Geschichte des Landes zu tauchen.
Begleiten Sie mich ein wenig auf einem historischen Rückblick. Viele Menschen sprechen von Sukhothai als der ersten Hauptstadt von dem Königreich von Siam. Ja, das stimmt. Thais würdigen die Stadt meistens mit dem Zusatz die erste thailändische Stadt zu sein. Nun, das ist falsch. Sukhothai und das noch etwas ältere Pimai, in der Nähe von Nakhon Ratchasima, wurden in den Zeiten des Königreiches von Angkor erbaut. So, genau genommen sind es Khmer Städte. Sukhothai war eine lange Zeit eine der Tributstädte von Angkor aber fähig Unabhängigkeit zu erklären als das Königreich von Angkor in seiner Macht einbusste, ungefähr vor 900 Jahren. Die Stadt begann dann die Region in 1238 zu leiten. Es war eine beeindruckende Zeitepoche. Sukhothai wird oft als goldene Zeit des Buddhismus bezeichnet. Es war noch frei von Einflüssen des Brahmanismus welcher von den Königen in der nächsten Epoche eingeführt wurde. Das war dann in Ayutthaya. Sukhothai ist weiterhin oft als Wiege der Thai Kultur geehrt. Der dritte König, Ramkhamhaeng, führte das Thai Alphabet ein, das sogenannte Lai Sue Thai. Zeitzeugen davon sind die immernoch erhaltenen Steingravuren dieses Königs. Sukhothai entwickelte sich schnell und hatte viele Tributstaaten. Es dehnte sich vom Golf von Thailand im Süden bis zu Phrae im Norden und der heutigen laotischen Stadt von Luang Prabang im Nordosten aus. In dieser Zeit fing der Handel mit China an. Nach dem Tod von König Ramkhamhaeng verlor die Stadt jedoch an Einfluss bis sie dann von Ayutthaya übernommen wurde. Ayutthaya blieb daraufhin folgend mehr als 400 Jahre Hauptstadt des Königreiches Siams.
Der Historische Park von Sukhothai ist, wie bereits erwähnt, eine UNESCO Welterbe Stätte. Dies ist mehr als berechtigt. Die ganze Anlage ist so gross dass es verschiedene Arten von Transport gibt. In 1993, war der Park noch nicht in unterschiedliche Zonen unterteilt. Deshalb kann ich leider nicht sagen welche Zone ich jetzt vorschlagen würde. Ich hatte das Glück ungestört durch den gesamten Raum zu radeln und nur einmal Eintritt zu bezahlen. Ich kann auf gar keinen Fall vorschlagen Old Sukhothai zu Fuss zu besuchen. Die Anlage ist viel zu weitläufig. Die Entfernung zwischen einzelnen Tempeln, Ruinen oder andren Artifakten kann schon mal ein paar hundert Meter betragen. Dann kommt noch einmal das sehr heisse Wetter hinzu. Ich war im späten September dort und es war schon nahe an Thailand's Regenzeit. Dennoch war es immer noch unheimlich heiss. Die Sonne brannte so hart herab dass ich bereits nach zwei Stunden einen Sonnenbrand hatte. Der Besuch des Parks sollte als Vergnügen gelten und nicht als eine Art Belastung. Ich glaube, da sind über 50 verschiedene historische Stellen auf einer Fläche von über 70 Quadratkilometern. So, selbst wenn man nur die Stellen sehen möchte die am interessantesten sind, verbringt man schon ein paar Stunden dort. Ich radelte herum und genoss den Besuch bis hin zum frühen Nachmittag. Ich fühlte mich eingewoben in die Geschichte von Thailand, fasziniert bei den kulturellen Seiten dieses Ortes. Es war überwältigend auch wenn es hier keine Rekord brechenden Statuen oder Tempel gibt. Es ist sehr schön sich Zeit für diesen Park nehmen zu können.
Da war nichts mehr was mich zu einem weiteren Tag in Sukhothai gehalten hätte. Der Historische Park ist beeindruckend aber kann an einem Tag besucht werden. Weitere Zeit braucht man nur wenn man sich im Detail die Tempel oder Ruinen ansehen möchte. Ich hatte einen gigantischen Sonnenbrand und mir gefiel das Gästehaus überhaupt nicht. Somit beschloss ich mich noch jenen Abend die Stadt in Richtung Süden zu verlassen. Mein Plan war mit einem Bus nach Bangkok zu gelangen und dann mit dem Nacht Zug nach Surat Thani.
Ich erreichte Sukhothai am frühen Nachmittag. Da war noch genügend Zeit etwas wählerisch bei der Unterkuftssuche zu sein. Aber ich weiss nicht was das Problem war. Ich war hier in einer Stadt, die eigentlich eine weite Auswahl haben sollte. Der Historische Park ist eines der wenigen UNESCO-Welterbe von Thailand. Es ist die Stätte eines der drei wichtigsten buddhistischen Plätze. Wie auch immer, Sukhothai hat eine überwiegende chinesische Bevölkerung, darunter schliesse ich die Thai-Chinesen ein. Diese scheinen den Dreck und die Geldgier von Thailand zu repräsentieren. Tut mir leid das so auszudrücken aber das war mein Eindruck. Das Ziel von den meisten Eigentümern von Unterkünften war wohl offensichtlich das schnelle Geld zu machen. Der Standard hier war, so gesprochen, unter aller Sau! Alle Gästehäuser und Hotels waren viel schmutziger als an allen anderen Orten des Landes. In ein paar Hotels sah es so aus als ob jemand ein Grafitti mit Scheisse an die Wand geschmiert hatte. Oder hatte er seine Hände an der Wand abgewischt? In anderen Unterkünften waren die Toiletten im Überschwemmungs Zustand. Das Wasser hatte sich über den gesamten Boden des Gästehauses verbreitet. Nun super, ist ja nicht gefährlich keine geerdete Elektrizität zu haben aber in einer Pfütze zu schwimmen. Es war entsetzlich! Na ja, der Historische Park war ja schon über 900 Jahre alt, könnte ja sein dass der Morgen nicht mehr existiert. Dann muss man halt davor noch die schnelle Kohle machen. Oder sollten die Touristen von diesen beschissenen Zuständen abgeschreckt werden hier lange zu bleiben? Nun es war klar für mich, ich würde nur eine Nacht an diesem Platz verbringen. Höchstwarscheinlich dachten die meisten Touristen oder zumindest die Backpacker ähnliches. Weiterhin hatte die Stadt eine Atititüde angenommen nur Geld zu machen und sich ansonsten um nichts zu kümmern. Was auch immer der Grund, es war keine Werbung für die Stadt. Es betraf nicht nur die Zustände in den Unterkünften, die Stadt hatte etwas typisches thailändisches verloren, Gastfreundschaft. Die Leute schienen eher verärgert zu sein dass sie arbeiten mussten als dass sie Geld machen konnten. Ich war glücklich als ich feststellte dass in meinem Bett keine Läuse waren und ich keinen Virus vom schlafen in dem Bett bekam.
Nach einer fast schlaflosen Nacht, wollte ich eine Tour durch den grossen Historischen Park auf dem Fahrrad unternehmen. Ich hatte gelesen dass dies die beste Weise wäre den Park so richtig zu erleben und tief in die Geschichte des Landes zu tauchen.
Begleiten Sie mich ein wenig auf einem historischen Rückblick. Viele Menschen sprechen von Sukhothai als der ersten Hauptstadt von dem Königreich von Siam. Ja, das stimmt. Thais würdigen die Stadt meistens mit dem Zusatz die erste thailändische Stadt zu sein. Nun, das ist falsch. Sukhothai und das noch etwas ältere Pimai, in der Nähe von Nakhon Ratchasima, wurden in den Zeiten des Königreiches von Angkor erbaut. So, genau genommen sind es Khmer Städte. Sukhothai war eine lange Zeit eine der Tributstädte von Angkor aber fähig Unabhängigkeit zu erklären als das Königreich von Angkor in seiner Macht einbusste, ungefähr vor 900 Jahren. Die Stadt begann dann die Region in 1238 zu leiten. Es war eine beeindruckende Zeitepoche. Sukhothai wird oft als goldene Zeit des Buddhismus bezeichnet. Es war noch frei von Einflüssen des Brahmanismus welcher von den Königen in der nächsten Epoche eingeführt wurde. Das war dann in Ayutthaya. Sukhothai ist weiterhin oft als Wiege der Thai Kultur geehrt. Der dritte König, Ramkhamhaeng, führte das Thai Alphabet ein, das sogenannte Lai Sue Thai. Zeitzeugen davon sind die immernoch erhaltenen Steingravuren dieses Königs. Sukhothai entwickelte sich schnell und hatte viele Tributstaaten. Es dehnte sich vom Golf von Thailand im Süden bis zu Phrae im Norden und der heutigen laotischen Stadt von Luang Prabang im Nordosten aus. In dieser Zeit fing der Handel mit China an. Nach dem Tod von König Ramkhamhaeng verlor die Stadt jedoch an Einfluss bis sie dann von Ayutthaya übernommen wurde. Ayutthaya blieb daraufhin folgend mehr als 400 Jahre Hauptstadt des Königreiches Siams.
Der Historische Park von Sukhothai ist, wie bereits erwähnt, eine UNESCO Welterbe Stätte. Dies ist mehr als berechtigt. Die ganze Anlage ist so gross dass es verschiedene Arten von Transport gibt. In 1993, war der Park noch nicht in unterschiedliche Zonen unterteilt. Deshalb kann ich leider nicht sagen welche Zone ich jetzt vorschlagen würde. Ich hatte das Glück ungestört durch den gesamten Raum zu radeln und nur einmal Eintritt zu bezahlen. Ich kann auf gar keinen Fall vorschlagen Old Sukhothai zu Fuss zu besuchen. Die Anlage ist viel zu weitläufig. Die Entfernung zwischen einzelnen Tempeln, Ruinen oder andren Artifakten kann schon mal ein paar hundert Meter betragen. Dann kommt noch einmal das sehr heisse Wetter hinzu. Ich war im späten September dort und es war schon nahe an Thailand's Regenzeit. Dennoch war es immer noch unheimlich heiss. Die Sonne brannte so hart herab dass ich bereits nach zwei Stunden einen Sonnenbrand hatte. Der Besuch des Parks sollte als Vergnügen gelten und nicht als eine Art Belastung. Ich glaube, da sind über 50 verschiedene historische Stellen auf einer Fläche von über 70 Quadratkilometern. So, selbst wenn man nur die Stellen sehen möchte die am interessantesten sind, verbringt man schon ein paar Stunden dort. Ich radelte herum und genoss den Besuch bis hin zum frühen Nachmittag. Ich fühlte mich eingewoben in die Geschichte von Thailand, fasziniert bei den kulturellen Seiten dieses Ortes. Es war überwältigend auch wenn es hier keine Rekord brechenden Statuen oder Tempel gibt. Es ist sehr schön sich Zeit für diesen Park nehmen zu können.
Da war nichts mehr was mich zu einem weiteren Tag in Sukhothai gehalten hätte. Der Historische Park ist beeindruckend aber kann an einem Tag besucht werden. Weitere Zeit braucht man nur wenn man sich im Detail die Tempel oder Ruinen ansehen möchte. Ich hatte einen gigantischen Sonnenbrand und mir gefiel das Gästehaus überhaupt nicht. Somit beschloss ich mich noch jenen Abend die Stadt in Richtung Süden zu verlassen. Mein Plan war mit einem Bus nach Bangkok zu gelangen und dann mit dem Nacht Zug nach Surat Thani.
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