Friday, July 15, 2016

MEDIZINISCH GEPRÜFT

LECK MICH FETT, DAS IST THERAPIE

Hat man sich schon einmal die Frage gestellt zur Therapie zu gehen und eine Menge Geld zu investieren? Nun denn, dann verschwendet man halt eine Menge Geld. Nun, das bezieht sich aber ncht auf die armen Menschen die wirklich Hilfe brauchen. Wenn man wirklich traumatische Erfahrungen hatte, kann Therapie hilfreich sein. Ich verstehe das manche Menschen nicht über den Verlust einer geliebten Person, einen katastrophalen Unfall  oder Missbrauch hinwegkommen. dann mag es sogar die einzige Hoffnung sein. Da gibt es aber Gesellschaften wo zum Therapeuten rennen leider fast schon zur Epidemie geworden ist, zum Beispiel in den Vereinigten Staaten. Therapie sollte keine Modeerscheinung sein, es ist professionelle Hilfe. Aber wenn man nicht zu einer der oben angesprochenen Gruppen gehört oder nicht etwas ähnliches erlebt hat, sollte man sich lieber ein Haustier zulegen. Dies ist der einfachste Weg mal besser mit dem Leben klarzukommen. Ich fürchte dann halt nur dass das arme Haustier als Punching Ball verwendet wird. Nun dann sollte man halt lernen Verantwortung zu übernehmen. Geht nicht so leicht? Starten wir mal ganz einfach. Am wichtigsten, seinen Fernseher eintreten, das ist die beste erste Hilfe. Ja, ich meine das! Dies Ding ist nur eine Vergiftung des Ich. Wieso sollte man seine Zeit verbringen da zwei Stunden am Abend hineinzuglotzen? Da ist doch niemand drin! Ein Fernseher versaut das Gehirn so sehr dass man am Ende nur paranoid von dem ganzen Schwachsinn wird. Am Schluss glaubt man dann noch dass Politiker wirklich nur das beste für einen meinen. Also ganz klar, Bezug zur Realität verloren! Dann benötigt man vielleicht sogar Therapie denn alles scheint einem auf den Kopf zu fallen. Oh ja, die Sache mit dem Haustier hat auch nicht hingehauen? Einfach von der Brücke springen! Da sind sowieso zuviele Menschen auf diesem Planeten!  Ich bin nicht der erste der das sagt? Nun dann muss das halt richtig sein! Nun vielleicht hat man ja nur über Therapie mal so nachgedacht. Dann ist es schon viel besser! Dann ist man sogar besser dran als ich, gut gemacht! Ja, wirklich, ich habe dieses Therapie Ding mal versucht. Nun, kann man mir aber wirklich glauben, Therapie bringt nichts! Wie auch immer, da gibt es auch die Nichts-Gläubigen. Die haben auch nicht auf meine früheren Ratschläge gehört. Die haben jetzt auch keinen Grund mir zu glauben. Manche haben dem zu Trotz das haarigste Wesen mit der tiefsten Stimme aus der Bar mitgenommen. Sie wollten halt selber Erahfrungen sammeln und glaubten mir nicht wie man einen Kathoey erkennt. Dann haben die sich ja hoffentlich auch nicht gewundert wieso diese Dame einen Schwanz hatte! Dann gibt es die Experten die meinen Crack Erklärungen nicht geglaubt haben. Die haben halt das Zimmer mit Kotze für drei Tage verschönert. Denn irgendwie kamen sie zu dem Entschluss wieder von der Droge weg zu müssen. Kein Wunder dass die Mutter sauer war und die Freundin Schluss gemacht hat. Dann gab es die Schwimmer. Manche von denen werden im Moment von der Krankenschwester gefoltert. Denn diese liest ihnen jetzt noch einmal meinen Blog vor. Von Koh Phangan nach Bangkok schwimmen hat halt diese Nebenwirkungen. Alles kein Wunder! Kann ich aber noch nachvollziehen! Der Ratschlag dass man keine Therapie braucht nur weil man nur ein bisschen paranoid ist, wird von deren Freunden natürlich nicht angenommen. Mal ein Beispiel, ich glaube dass mich der Geheimdienst von Singapur unter Überwachung hat. Trotzdem brauche ich keine Therapie mehr! Ich würde niemals wieder zu einem Psychiater gehen! Das sind ganz spezielle Menschen die sich erst einmal selber helfen sollten. Ich verschwende für diese seltsamen Fabelwesen keine Zeit mehr! Ich hab dem ersten schon nicht helfen können! Das war so etwas wie normal!  Nun habe ich eher Angst dass mir ein paar Psychopathen auflauern die das nicht hören wollen. Aber ich hatte zuerst gute Vorsätze mit meiner Therapie. Ich wollte keiner von diesen Sozialpädagogen werden die das nur studieren um Techniken zu lernen ihre Komplexe auf andere zu projezieren. Davon gibt es schon viel zu viele. Und ach ja, wenn ich mich an meine Studienzeit erinnere, was für kaputte Typen voll von Komplexen mit mir studierten. Sehr seltsame Fabelwesen. Die waren so real wie ich normal bin. So, ich ging zweimal in der Woche zum Therapeuten und erzählte ihm Gruseliges und Verrücktes was in meinem Gehirn war. Und seine Reaktion? Er erzählte mit jedes Mal dass meine Fantasien normal wären. Nun, ich erzählte ihm dass ich davon träumte einer Katze den Kopf abzuhacken und den Krokodilen zu geben. Das war normal! Ich erzählte ihm dass ich in der U-Bahn sass und meinen Plüschhund mit mir herumtrieg. Das war auch normal! Alles schien für den Knaben normal! Nun, dann liest man halt jetzt einen Blog von einem medizinisch geprüften normalen Menschen. Aber wenn man anderer Meinung ist, ist das auch okay mit mir. Aber nicht vergessen, ich bin medizinisch geprüft normal! Ich war länger als ein Jahr in Therapie. Ich konnte nicht mehr, ich konnte dem Kerl nicht helfen. Ich gab ihn auf. Vielleicht war das gemein aber ich hatte alles versucht. Der Knabe wollte einfach keine Hilfe. Ich war im sechsten Semester in Sozialpädagogik Studium. Selbst ich wusste dass dieser arme Mensch nicht normal war. Er erfüllte viele Zeichen einer zwanghaften Persönlichkeit. Er zog sich seine Socken immer ganz bieder bis zu seinen Knien herauf. Alles ganz geglättet. Als ob ihn noch seine Mutter ankleidete. Er sass seine Hände ringend und mit überschungenen Beinen auf seinem Sofa. Er erinnerte verdammt verdächtig an die ganzen verklemmten Spiesser die ich in den Go-Go-Clubs von Thailand gesehen hatte. Er hätte niemals seinen Beruf ausüben sollen! Mir taten irgendwie seine Opfer, oh Verzeihung, Patienten, leid die nichts ahnend ihm Vertrauen schenkten. When the blind leads the blind. Er war nicht überrascht als ich ihm mitteilte dass ich leider kein Interesse mehr an der Therapie hatte und die abbrach. Seine einzige Reaktion war 'Ich habe ihnen doch schon seit langer Zeit gesagt dass Sie normal sind. Herzlichen Glückwunsch!' Ich konnte ihm leider nicht gratulieren. Oh ja verdammte Sch... ich war wohl so normal dass ich verglichen mit ihm schon wieder verrückt war. Nun, mein Leben ist voll von Lernprozessen. Deshalb half diese Erfahrung zu sehen dass nur wenn man das Gefühl hat, dass etwas im Leben nicht klappt noch lange keine Therapie braucht. Zumindest verglichen mit den meisten Psychiatern. somit Sozialpädagogen sind nicht die schlimmsten die ihre Komplexe nicht bewältigen können, diese Ehre geht an die Psychiater. Die meisten von denen sollten wohl selber in Anstalten sitzen. Nun, übrigens das war nicht nur wörtlicher Dünnschiss. Ich wollte mal darauf hinweisen dass mein Indonesien Trip die beste Therapie war. Die medizinische Behandlung durch einen Psychiater soll einem zu sich selber verhelfen. Man sollte lieber eine harte Alleinreise machen um sich selber zu treffen. Nur neue Erfahrungen sammeln bringt neue Einsichten. Nun zumindest kam ich zu dem Entschluss dass Therapie eine Verschwendung meines Geldes und meiner Zeit war. Meine Tour durch Indonesien war viel mehr erfolgversprechend. Es half mir überhaupt nicht mich zu einem mentalen Wichser ein oder zweimal in der Woche auf das Sofa zu legen. Wenn man allein an die Baterien denkt. Mehr Bakterien müssen sich auf so einem Sofa angesammelt haben wie ich auf meiner gesamten Indonesien Tour an Bettläusen hatte! Die gemeine Sache an Psychiatern ist dass wir ihnen Geld geben müssen damit sie unsere Geschichten hören dürfen. Die sollten uns bezahlen dass wir sie unterhalten! Wenigstens wenn sie uns keine Hilfe geben. Natürlich, wieder einmal beziehe ich da nicht die Personengruppe von den bemitleidenswerten Leuten ein die wirklich professionelle Hilfe brauchen. Aber wir, der Rest, der als medizinisch normal geprüft gilt sollte eher ihr Geld zurück bekommen als zu bezahlen. Wäre auch ein Klasse Nebenverdienste für manche Komiker.

TIEFER IST KAUM MÖGLICH

Die ersten drei Tage von meiner Reise durch die Südspitze von Sumatra bekamen vorrübergehend der Höhepunkt meiner Schau-dir-selber-ins-Gesicht Therapie. Bali verschwand langsam als Erinnerung und Imam lag bereits hinter mir. Ich war mal wieder allein auf einer 650 Kilometer langen Strecke und nur umgeben von Indonesiern. Mein Bahasa welches ich vor allen Dingen wegen Imam so schnell gelernt hatte, kam mir nun sehr zu Nutzen. Am ersten Tag setzte ich auf einer Fähre von Java nach Sumtra über. Da war nur ein ausländisches Pärchen ausser mir an Bord. Ansonsten nur Indonesier. Ich war nicht hier um Europäer zu treffen. Somit nahm ich von denen nicht weiter Notiz. Im Bus nach Bandar Lampung war ich wieder der einzige Ausländer. Nun die Stadt war nicht worum ich mich besonders kümmern konnte. Eine grosse, laute, chaotische und besonders übel riechende Metropole. Ich kam da nach einer zehnstündigen Busreise an und versuchte ein gutes Gasthaus im Rahmen meines Budgets zu finden. Nach einer weiteren zweistündigen Suche gab ich dann auf. Ich nahm das am besten aussehende, was immernoch fürchterlich genug war. Wenn da noch ein Bus am selben Abend gefahren wäre, hätte ich die Stadt umgehend wieder verlassen. Nun, ich hatte die Küstenstrasse gewählt welches nicht die schnellste Verbindung zu meinen eigentlichen Reisezielen war. Ich hoffte es war die am schönsten. Nun ja, was will man auch von einer Stadt in Indonesien erwarten? Chaos! Am folgenden Tag stand ich auf nur um die Stadt schnellstens zu verlassen. Mein Weg führte weiter nach Krui, ein weiterer Ort an den man sich nicht erinnern muss. Aber dennoch will ich meine Erfahrungen hier erwähnen. Vielleicht ist es sogar ein guter Ort um das Surfen zu lernen. Die Welle sind meistens nicht höher als 2,50 Meter. Aber mit Sicherheit gibt es da eine Menge anderer Orte die leichter zu erreichen und wo die Wellen eher wahrscheinlich sind. Es macht keinen Sinn durch den Süden von Sumatra zu reisen nur um hier zu landen. Vielleicht haben sich die Einheimischen jetzt an Tourismus gewöhnt und lassen ihre Kinder nicht mehr grundlos Steine auf Ausländer schmeissen. Nun sind halt schon seltsame Spiele. Vielleicht haben die Einheimischen ja sogar mittlerweile aufgegeben in Hotelzimmer hineinzuspähen. Oder was war der Grund von der Bewegung von meinen Gardinen und den Geräuschen draussen hinter meinem Zimmer in der Nacht? Nun ja, vielleicht war ich einer der ersten ausländischen Reisenden hier und die Einheimischen dachten dass ich wohl eine Hautkrankheit hatte. Der Ort war ausländerfeindlich! Die einzigen Leute die nichts gegen Ausländer hatten, waren die Menschen die Geschäfte mit Reisenden machten. Am nächsten Morgen, und dies war nun mein Gefühl bereits am zweiten folgenden Tag, wollte ich schnellstmöglichst wieder weg aus diesem verrückten Dorf. Der Bus sollte folgend dem Fahrplan um 11 Uhr am Morgen fahren. Bisher hatte ich mich immer weiter an die Unpünktlichkeit der Indonesier gewöhnt. Wir warteten zwei Stunden bis der Bus in Sicht kam. Ich wusste dass die Fahrt nach Bengkulu 8 Stunden dauerte. Einige der Busfahrer betrachteten es gefährlich in der Nacht zu fahren. Somit konnte ich mich glücklich schätzen wenn ich noch am selben Tag dort ankam.  Glücklicherweise zeigte sich an diesem Tag nicht die Gang der Steineschmeisser an der Bushaltestelle. Es war schon ein merkwürdiger Platz, im Dunkeln beobachteten sie dich und am Tag konnte man kaum eine Menschenseele sehen. Vampire? Wohl kaum, diese Menschen schauten zu lebendig aus. Selbst wenn der Eigentümer des Gasthauses gewarnt hatte in der Dunkelheit auf die Strasse zu gehen. Das hatte ich ja auch nicht vor. Desweiteren waren in der Nacht immer aggressive Strassenhunde Rudel auf dem Weg. Ich hatte das schon ein paar Mal auf Bali erlebt. Diese lausbesessenen Viecher, die ich arg der Tollwut verdächtigte, hatten mich dort ein paar Mal umzingelt.  Diese Situation kann leicht bewältigt werden. Einfach nur in die Hände vor der Schnauze des Rudelführers klappen. Keinen Respekt zeigen. Da ist natürlich noch eine Alternative. Na ja, dies ist wieder etwas für die Helden die meinen Tips keinen Wert zusprechen. Also der Tip für alle die Cracker und Schwimmer die meinen Blog lesen. Einfach davonlaufen! Dabei noch das Hinken imitieren! Dann entwickelt sich ein ganz tolles Jagdspiel, ja für die Hunde natürlich! Aber zurück zur Realität. Niemals zeigen dass man schwächer ist. Diese Viecher sind blöd! Die gehen davon aus, man ist laut und die meisten Menschen haben ihr Gebiss höher als die Kläffer. Hundelogik, Zähne sind höher gesetzt heisst 'der da ist stärker'. Deshalb gibt es ja leider auch immer wieder eigentlich zahme Hunde die Kleinstkinder angreifen. Baby will mit Hundi spielen und zeigt Zähne. Oh da ist ein Wesen was mir dumm kommt! Hundelogik ist halt daneben und das kommt von mir, jemandem der Hunden mehr vertraut als Menschen. In Krui hätte man noch weitere lustige Spiel spielen können. Zum Beispiel Steine auf die Kinder zurückwerfen! Ja, das wäre klasse gekommen. Dann hätten die Eltern wohl mit anderen Gegenständen zurückgeworfen. Kinder sind immer noch eine Quelle der Einnahme und der Altersabsicherung in vielen Ländern, einschliesslich Indonesien. Endlich kam ein Bus und ich hoffte dass es nun weitergehen würde. Zuviel gehofft! Es stellte sich bald heraus dass der Bus zusammengebrochen war und eine Reparatur benötigte. Die Mechaniker hoben den Bus und fingen an die Bremsen zu inspizieren. Eine Stunde später waren die immernoch am Arbeiten aber ein anderer Bus erreichte. Ein Ersatz für den kaputten? Nein, keineswegs. Es stellte sich heraus dass auf dieser Route nur jeweils ein Bus am Tag von Süden nach Norden und einer in die entgegengesetzte Richtung fuhr. Dies war meine einzige Chance aus dem Ort zu kommen, wollte ich nicht zurück nach Bandar Lampung und dann durch das Landesinnere reisen. Dann endlich setzte sich der Fahrer in den reparierten Bus und fuhr davon. Ich machte mir schon Gedanken ob das überhaupt noch am selben Tag weitergehen würde. Dies war wohl der Versuch ob der Bus nun fahrbereit war. Der grosse Test. Aber der Bus kehrte in der nächsten halben Stunde nicht zurück. Anstelle dessen schwangen sich zwei junge Kerle auf ein Motorrad und fuhren mit einem Werkzeugkasten davon. Nun gut, war der Bus halt noch einmal zusammengebrochen. Ich war hungrig aber ich hatte kein Geld mehr, meine Traveler Checks waren hier wertlos. Ich musste nach Bengkulu kommen um sie einzulösen. Aber erstmal musste ich ja dort hinkommen. Ohne Geld, mit dem letzten hatte ich das Busticket gekauft. Mit einem leeren Magen und nur noch etwas Wasser sass ich da an der stickigen, staubigen und heissen Strasse von Krui. Ich war wortwörtlich gestrandet. Eine weitere Stunde verstrich und es war schon 4 Uhr am Nachmittag. Endlich kam der Bus zurück. Ich hoffte es könnte jetzt losgehen. Die Hälfte der ursprünglichen Fahrgäste hatte schon die Bushaltestelle verlassen. Das waren wohl Einheimische die am nächsten Tag reisen wollten. Wenigstens konnte ich diesen vergessenen Ort verlassen und fragte den Fahrer ob wir noch am selben Tag nach Bengkulu kämen. Er lächelte verlegen, antwortete zuerst nicht und teilte mir dann mit dass ich zumindest bis nach Bintuhan käme. Ich hatte niemals von diesem Dorf gehört. Könnte wohl kaum besser als Krui sein, aber ich musste meine Chance wahrnehmen. Ein alter Mann hatte zugehört dass ich nach einem billigen Gasthaus fragte. Er bot mir an in seinem Haus zu schlafen, er hätte sogar eine hübsche Tochter. Nach meinen Erfahrungen in Bandar Lampung und Krui konnte ich mir nicht mehr vorstellen an Orten zu bleiben die Himmel versprochen aber sich dann als Hölle heraustellten.  Ich war sehr seltsam berührt von seinem Angebot und dachte dass entweder seine Tochter nicht so schön war oder aber dass er dadurch eine Verbesserung seiner Lebenslage herbeiführen wollte. Ich weiss nicht was mich zurückhielt, aber ich vertraute den Menschen hier einfach nicht. Freundlich lehnte ich ab. Er teilte mir aber sehr hilfsbereit mit dass es in seinem Ort Banken waren wo ich kein Problem hätte meine Schecks zu klären. Ich war auch schon sehr überrascht dass ich dieses Angebot erhielt. Ich war nur ein Backpacker in stinkigen Klamotten, mit ungepflegten langen Haaren und war wohl kaum der Prinz auf dem weissen Pferd.  Somit sah ich einen Sinn im Leben, selbst in der tiefsten Stunde konnte man nette Menschen treffen wenn man selber freundlich und friedvoll war. Der Bus machte eine kurze Pause nach zwei Stunden. Plötzlich hatten wir ein polterndes Geräusch auf dem Dach gehört. Da waren doch nicht etwa Affen auf den Bus gesprungen? Schlimmer noch, der Fahrer stieg aus um nach dem rechten zu sehen.  Da war etwas mit dem Gepäck. Er musste es noch einmal befestigen. Nun wenn ich mir dachte dass wir immer am direkten Abhang zum Meer gefahren waren und sich nun mein Gepaeck verabschiedet hätte. Pleite und ohne Gepäck, das war kaum vorstellbar. Das würde einfach so alles zusammenpassen! Nun es kam zum Glück nicht zu diesem weiteren Tiefschlag. Anstelle dessen hielt der Bus noch einmal für eine längere Zeit am nächsten Rastplatz. Irgendwie ohne jeden Grund bekam ich sehr gutes Padang Essen vorgesetzt.  Ich weiss bis heute nicht wer dafür zahlte und auch nicht den Grund. Aber es war das erste Mahl an diesem Tag. Ich war schon fast verhungert. 

HERAUS AUS DEM TIEFEN TAL

Ich konnte nun wirklich die Fahrt beruhigt geniessen. Die Strasse führte durch endlose Reisterassen welche von Palmen und Pinien gesäumt waren. Manchmal kamen wir durch reichere Dörfer mit tollen Langhäusern, gefertigt von Rosenholz. Steinpfeiler mit hübschen Gravuren und davor Familien die gerade ihren Tee tranken. Wir kamen durch riesige Wälder wo aber leider teilweise die Zeichen von Brandrodung waren. Kurz vor Sonnenuntergang kam eine kühlende Brise welche die Hitze mehr erträglich machte. Manchmal überquerte die Strasse Bäche mit kristallklarem Wasser. Dann endlich erreichten wir Bintuhan. Die Dunkelheit hatte bereits eingestzt deshalb konnte die Fahrt an diesem Tag nicht fortgeführt werden. Ich musste bis zum nächsten Morgen warten. Die Ankunft in diesem Dorf bedeutete für mich jedoch vorerst dass ich durch die schwerste Zeit meiner Reise erstmal unbeschadet gekommen war. Nun würde alles wieder besser werden, ich war zuversichtlich. Dennoch hatte mich die Wirklichkeit noch keinesfalls eingeholt. 

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